Lange war es das große „Aber“ bei Proxmox: HA-Failover ja – echtes Load Balancing nein. Nach einem Node-Recovery blieben Workloads dort hängen, wo sie zufällig gestartet waren. Das Ergebnis: schiefe Cluster, manuelle Migration durch den Administrator oder der Einsatz von Drittlösungen wie ProxLB als Workaround.

Mit Proxmox VE 9.1.8 ist damit Schluss.

Neu: Cluster Resource Scheduling (CRS)

Das neue Cluster Resource Scheduling bringt genau das, was Enterprise-Umgebungen bisher vermisst haben:

  • Dynamic Load – Platzierung & Rebalancing auf Basis tatsächlicher CPU-/RAM-Nutzung
  • Static Load – Berechnung anhand konfigurierter Resource-Quotas
  • Automatisches Rebalancing unter Beachtung aller Affinity Rules (Node + Resource)
  • Tunable Thresholds (Imbalance, Min-Improvement, Hold Duration) gegen unnötige Migrations-Churn
  • Optional: TOPSIS als mathematisches Entscheidungsverfahren neben Bruteforce

Warum das für VMware-Kunden relevant ist

Proxmox schließt mit dieser Version eine Funktionslücke, die in vielen Mittelstands-RFPs bisher gegen einen VMware-Wechsel gesprochen hat. DRS-äquivalente Funktionalität – Open Source, ohne Broadcom-Lizenzpoker, ohne vSphere-Tax.

Wer aktuell sein VMware-Renewal verhandelt oder vor der Entscheidung steht, sollte Proxmox 2026 neu bewerten. Nicht als Sparlösung – sondern als ernstzunehmende Plattformalternative mit einem funktional vollständigen HCI-Stack.

ITatScale-Einschätzung

Wir begleiten Mittelstandskunden bereits aktiv bei der Evaluation von Proxmox als VMware-Nachfolger. Mit dem neuen CRS-Modul entfällt einer der letzten überzeugenden Einwände gegen einen Plattformwechsel. Die Kombination aus nativer HA, Ceph-Integration und jetzt echtem Dynamic Load Balancing macht Proxmox VE zur ernsthaften Enterprise-Option – auch in regulierten Umgebungen und NIS2-Scope.

Haben Sie Fragen zur Migration von VMware auf Proxmox? Sprechen Sie uns an.